Gesellschaft & Zukunft

KI-Börsengänge: Experten über die Schuldenblase

KI-Börsengänge: Dr. Andreas Beck und Dr. Gregor Broschinski über Klumpen-Risiko, 250 Milliarden Dollar Hyperscaler-Schulden und die Streuung im Depot.

Redaktion 1 Min. Lesezeit Aktualisiert am 8. Oktober 2026

Kurz gesagt

KI-Börsengänge sind die geplanten Aktien-Emissionen der großen KI-Konzerne, allen voran OpenAI, Anthropic und SpaceX. Diese drei Emissionen wiegen zusammen mehr als alle Börsengänge der letzten 45 Jahre.

KI-Börsengänge sind die geplanten Aktien-Emissionen der großen KI-Konzerne, allen voran OpenAI, Anthropic und SpaceX. Diese drei Emissionen wiegen zusammen mehr als alle Börsengänge der letzten 45 Jahre. Im Interview mit DIDACTED AI ordnen Dr. Andreas Beck und Dr. Gregor Broschinski ein, welche Risiken darin stecken.

Beck ist promovierter Mathematiker und ein profilierter Vertreter des wissenschaftlichen Investierens. Broschinski saß im Vorstand der Privatbank Sal. Oppenheim. Heute verantwortet er als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Düren das Private Banking. Beide halten die aufgerufenen Bewertungen für angreifbar.

Warum die KI-Blase bis heute nicht geplatzt ist Beck definiert eine Blase über den Geschäftsplan. Viele Markt-Teilnehmer investieren gleichzeitig in dieselbe Sache. Jeder einzelne Plan verspricht die Markt-Führerschaft. Dieses Versprechen kann nicht für alle aufgehen, Verlierer sind eingeplant.

Das Rennen läuft aus einem schlichten Grund weiter: In der Realwirtschaft ist KI noch kaum angekommen. Unternehmen probieren Tools aus. Für die Gewinn-Entwicklung spielt das bisher keine Rolle. Aktuell investieren die Modell-Entwickler, während die Hardware-Lieferanten die Gewinne einfahren. Broschinski sieht weniger eine Blase als ein Klumpen-Risiko.

Den Vergleich mit der Dotcom-Blase von 2000 hält er für schief. Damals gingen Geschäfts-Ideen ohne Umsätze an die Börse. Heute wachsen die Umsätze der großen Technologie-Konzerne stark, bei einigen Anbietern beginnt die Gewinnphase. Als Beispiel nennt er Nvidia . Der Konzern wiegt an der Börse doppelt so viel wie der komplette DAX. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 16 bis 18.

Bei weiteren Gewinn-Steigerungen nennen Analysten sogar 14.

Themen dieses Beitrags

  • Warum die KI-Blase bis heute nicht geplatzt ist
  • KI-Börsengänge und das Klumpen-Risiko im MSCI World
  • Die Schuldenblase hinter dem KI-Ausbau
  • 30 Billionen Dollar Markt-Potenzial: Rechnet sich das?
  • Arbeitsmarkt: Renaissance des Handwerks
  • Deflation, Inflation und der Druck auf Büroimmobilien
  • Fazit: Was die KI-Börsengänge für Anleger bedeuten
  • Häufige Fragen

Redaktion · Redaktion

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Zuletzt aktualisiert am 8. Oktober 2026

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