Gesellschaft & Zukunft

Made in China: Thomas Derksen über das DJI-Playbook

Made in China: Thomas Derksen zeigt in Shenzhen, wie DJI, Xiaomi und junge Robotik-Teams das Kopie-Image beenden. Und was deutsche Firmen lernen sollten.

Redaktion 1 Min. Lesezeit Aktualisiert am 28. Oktober 2026

Kurz gesagt

Made in China ist ein Herkunfts-Label, das in Deutschland noch oft für billige Kopien steht. In Shenzhen gilt längst das Gegenteil.

Made in China ist ein Herkunfts-Label, das in Deutschland noch oft für billige Kopien steht. In Shenzhen gilt längst das Gegenteil. Im Vlog mit Leonard Schmedding führt China-Insider Thomas Derksen durch die Stadt. Er zeigt, wie DJI, Xiaomi und Daimon Robotics dieses Bild umdrehen.

Derksen lebt seit 12 Jahren in China und ist selbst Unternehmer in der Robotik. Er bringt fast jede Woche deutsche CEOs und Boards zu chinesischen Firmen. Für Unternehmen zählt dabei eine Frage: Was spart Kosten, und was bleibt Show? Genau das wollten wir ungeskriptet herausfinden.

Shenzhen: Robotik mitten im Hochhaus

Roboter kennt Deutschland vor allem aus Industrie-Gebieten. In Shenzhen sitzen die Firmen in normalen Hochhäusern mitten in der Stadt. Bei Robonova entstehen dort Companion-Roboter gegen die wachsende Einsamkeit. Bei Daimon Robotics trainieren Ingenieure Roboterarme mit taktiler Sensorik . So lernen Humanoide, Gegenstände richtig zu greifen.

Auffällig ist das Alter der Teams. Laut Derksen liegt der Schnitt selbst bei großen Firmen wie Unitree unter 30 Jahren . Fachlich gelten die Mitarbeiter trotzdem als sehr stark. Dazu kommt ein politisches Signal. Früher besuchten deutsche Kanzler in China BASF oder Volkswagen, zuletzt stand Unitree auf dem Programm.

Unsere Einordnung: Robotik ist in China Chefsache. Wer deutsche Use-Cases plant, sollte die Cluster in Shenzhen, Shanghai und Hangzhou kennen. Mehr Hintergrund zum Standort liefert unser Artikel über das Shenzhen Robot Valley .

Das DJI-Playbook: Premium statt Kopie

Lange lautete das Geschäftsmodell chinesischer Tech-Firmen: Innovation im Ausland kopieren und günstiger bauen. DJI brach mit diesem Muster. Der Gründer baute zuerst Modell-Hubschrauber und entwickelte eine stabile Gimbal-Technik.

Themen dieses Beitrags

  • Shenzhen: Robotik mitten im Hochhaus
  • Das DJI-Playbook: Premium statt Kopie
  • Neues Made in China: Forschung als Motor
  • E-Autos: Grüne Kennzeichen und 40 Prozent Preisvorteil
  • Xiaomi: Vom Handy zum Sportwagen
  • Was Made in China für deutsche Unternehmen bedeutet
  • Fazit: Made in China steht für Tempo
  • Häufige Fragen

Redaktion · Redaktion

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Zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2026

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