Robotik & Hardware

Roboterhand: Prof. Alois Knoll über den Flaschenhals

Roboterhand: Prof. Dr. Alois Knoll von der TU München über 15.000-Euro-Hände, 16 Freiheitsgrade und den Flaschenhals humanoider Roboter. Jetzt ansehen.

Redaktion 1 Min. Lesezeit Aktualisiert am 10. September 2026

Kurz gesagt

Die Roboterhand ist die Greifeinheit humanoider Roboter, die Objekte fassen, drehen und feinfühlig halten soll. Im Interview mit Leonard Schmedding erklärt Prof.

Die Roboterhand ist die Greifeinheit humanoider Roboter, die Objekte fassen, drehen und feinfühlig halten soll. Im Interview mit Leonard Schmedding erklärt Prof. Dr. Alois Knoll den Kern des Problems. Der Robotiker leitet seit über zwei Jahrzehnten den Münchner Lehrstuhl für Robotik und Künstliche Intelligenz.

Roboterhand als Flaschenhals: Kühlschrank schleppen ist leichter

Boston Dynamics zeigte zuletzt einen Roboter, der einen Kühlschrank trägt. Die alte Messlatte der Branche lautete anders: Hol mir ein kühles Getränk. Knoll benennt den Unterschied klar. Ein Kühlschrank braucht Kraft, ein Getränk braucht Geschick . Der Grund liegt tiefer. Ein Roboter braucht Hände, Augen und ein Modell der Welt.

Knoll demonstriert das an einem Holz-Baukasten für Dreijährige. Schon dort stocken die Absprachen über Begriffe. Ist ein Bauteil ein Würfel, ein Block oder ein Verschraubungs-Element? Ein Bielefelder Forschungs-Projekt löste diese Aufgabe vor über 30 Jahren. Ein Roboter-System baute Teile eines Spielzeug-Flugzeugs allein nach sprachlicher Anweisung.

Zwölf Sun-Workstations rechneten dafür. Es war weltweit die erste vollständige Schleife aus Wahrnehmung, Kognition und Aktion.

Von 20.000 auf 15.000 Euro: die Hardware der Roboterhand

Im Jahr 2000 kaufte Knolls Lehrstuhl eine der ersten Mehrfinger-Hände. Der Preis lag bei rund 20.000 Euro . Vier Finger ließen sich einzeln bewegen, der Daumen stand in Opposition. Die Motoren saßen abgesetzt im Unterarm und zogen an Seilzügen. Die aktuelle Hand von Inspire Robots aus China kostet etwa 15.000 Euro .

Das Modell ist deutlich kleiner und hebt rund anderthalb Kilogramm. Die Motoren stecken direkt in der Hand. Optional liefert der Hersteller taktile Felder mit 100 bis 200 Messpunkten je Fingerkuppe.

Themen dieses Beitrags

  • Roboterhand als Flaschenhals: Kühlschrank schleppen ist leichter
  • Von 20.000 auf 15.000 Euro: die Hardware der Roboterhand
  • Was die menschliche Hand der Roboterhand voraus hat
  • Trainingsdaten und Simulation: wie Roboterhände greifen lernen
  • Vom Schachtürken bis Unitree: die Geschichte humanoider Roboter
  • Wo Deutschland bei humanoiden Robotern steht
  • Fazit: Die Roboterhand entscheidet über den Nutzen
  • Häufige Fragen

Redaktion · Redaktion

Die Redaktion kuratiert und prüft alle Beiträge. Jeder Artikel nennt Quellen und das Datum der letzten Aktualisierung.

Zuletzt aktualisiert am 10. September 2026

Dieser Beitrag ist eine strukturierte Zusammenfassung des ursprünglichen Artikels. Die redaktionelle Überarbeitung ist eingeplant; Fakten und Zahlen werden dabei erneut geprüft.

Nächster Schritt

Von der Lektüre zur Entscheidung.

Wenn du wissen willst, was davon in deinem Unternehmen funktioniert: dreissig Minuten reichen für eine Einschätzung.

  • Unverbindlich
  • Konkrete Einschätzung